Open Source Dienstleister werden Beschwerde einreichen gegen nicht-submissionierte Software-Beschaffung des Bundes
Wie Anfang Woche durch die NZZ publik wurde, hat die Bundesverwaltung Ende Februar dieses Jahres mit Microsoft einen dreijährigen Vertrag in der Höhe von 42 Millionen Franken abgeschlossen. Stossend dabei ist, dass die Beschaffung der Software für Arbeitsplätze und Server des Bundes nie öffentlich ausgeschrieben wurden. Diese sogenannt «freihändige Vergabe» hätte gemäss der Auffassung der Swiss Open Systems User Group /ch/open nicht stattfinden dürfen, da valable Alternativen existieren. Zahlreiche öffentliche Einrichtungen setzen seit Jahren erfolgreich und kostensparend Open Source Lösungen ein (bspw. Kanton Solothurn, Kanton Waadt, Schweizerisches Bundesgericht4 oder die Stadt München) oder sind daran umzusteigen (bspw. Stadt Freiburg im Breisgau oder die französische Polizei).
Um bei der künftigen Informatik-Beschaffung der öffentlichen Hand einen faireren Wettbewerb zu schaffen, haben sich mehrere Dienstleister aus dem Open Source Software Umfeld zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen und werden auf die Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einreichen.
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