Öffentliche Institutionen fördern gemeinsam bessere Unterstützung von OOXML in LibreOffice/OpenOffice.org
MEDIENMITTEILUNG DER SWISS OPEN SYSTEMS USER GROUP /CH/OPEN
Zürich, 15. August 2011
Im Rahmen einer einmaligen Initiative werden IT-Verantwortliche aus München, Freiburg i.B. und Jena sowie des Schweizerischen Bundesgerichts zusammenkommen und die Anforderungen an die verbesserte Unterstützung des Microsoft Formats OOXML in LibreOffice bzw. OpenOffice.org festlegen. Weitere Interessierte, welche dieses Vorhaben mitprägen wollen, sind willkommen, am 10. und 11. Oktober 2011 in Zürich am Workshop mitzuwirken.
Die Städte München, Freiburg i.B. und Jena setzen die Open Source Office-Suite OpenOffice.org auf Desktops und Server ein, das Schweizerische Bundesgericht nutzt seit über 10 Jahren StarOffice. Diese Institutionen haben sich wie viele andere öffentliche Stellen und Unternehmen strategisch für den offenen Dokumentenstandard Open Document Format (ODF) entschieden und nutzen diesen in ihrer täglichen Arbeit.
Nun sollen auch andere Dokumentenformate wie .docx-Dateien noch besser mittels den Open Source Office-Suiten bearbeitet werden können, wozu die OOXML-Unterstützung erweitert werden muss. Dazu bietet sich ein gemeinsames Vorgehen an, denn Open Source Software wie LibreOffice und OpenOffice.org gewährt Anwendern unter anderem die Flexibilität und Freiheit, selber eigene Verbesserungen vorzunehmen oder vornehmen zu lassen.
So treffen sich IT-Verantwortliche der genannten Institutionen sowie Standard-Experten und Office-Entwickler am 10. und 11. Oktober 2011 in Zürich zu einem Workshop, um die exakten Anforderungen an die Verbesserung der OOXML-Unterstützung zu formulieren und unterschiedlich aufwändige Integrations-Szenarien zu definieren. Sind die Detailanforderungen festgelegt und priorisiert, werden im Anschluss an das Arbeitstreffen, wie in einem regulären Ausschreibungsverfahren üblich, Software-Anbieter eingeladen, Offerten für die Implementierung der spezifizierten Szenarien einzureichen. Gleichzeitig werden finanzielle Mittel der öffentlichen Institutionen sowie weiteren Geldgebern in einen gemeinsam Pool gegeben, der zur Weiterentwicklung von LibreOffice/OpenOffice.org eingesetzt wird. Schliesslich werden die finanziellen Möglichkeiten dieses Pools mit den eingereichten Angeboten abgeglichen und die realisierbaren Erweiterungen gemäss den priorisierten Anforderungen in Auftrag gegeben. Sind die entwickelten Verbesserungen umgesetzt, wird der entstandene Quellcode wiederum unter einer Open Source Lizenz veröffentlicht.
Zum Workshop lädt der Verein Swiss Open Systems User Group /ch/open ein, vorbereitet und koordiniert wird die Initiative durch das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Ernst & Young. Die Initiative wird ausserdem durch den Verein Freies Office Deutschland e.V. (ehemals OpenOffice.org Deutschland e.V.) sowie die Open Source Business Alliance (ehemals Linux-Verband und LiSog) unterstützt. Die Trägerschaft von LibreOffice The Document Foundation sowie Standard-Experten von IBM sind über das Vorgehen informiert. Bei Interesse an der Teilnahme und den Ergebnissen des Workshops kann der Koordinator Matthias Stürmer kontaktiert werden. Die aktuelle Teilnehmerliste ist auf der Website der /ch/open publiziert:
http://www.ch-open.ch/events/aktuelle-events/libreofficeooo-workshop/
Kontakt
Dr. Matthias Stürmer
Senior Advisor Ernst & Young
matthias.stuermer(at)ch.ey.com
+41 58 289 61 97
Download Pressemitteilung
Presseverteiler
Wenn Sie in den Presseverteiler eingetragen werden möchten, schreiben Sie uns bitte an info(at)ch-open.ch
